Verschollen

Die Werra Teil I

24.06.2011

Prolog und Auftakt zur Radtour durch das Werratal.

Start der ersten Etappe ist der Bahnhof in Göttingen, den ich am späten Vormittag erreiche. Der Einstieg in den Radweg, eine stillgelegte Bahnstrecke der Hannöverischen Südbahn ist nicht ganz leicht zu finden. Entlang der sogenannten Dransfelder Rampe geht es nun in Richtung Hann-Münden.

Varmissen am Scheitelpunkt der heutigen Tour, jetzt geht es nur noch bergab.

Auf der Trasse bei Gut Wellersen sind noch Signale und Kilometersteine der Bahnstrecke zu entdecken.

Weiter geht es durch das wilde Schedetal, da der Radweg hier nicht der alten Streckenführung ( durch den Volkmarshäuser Tunnel) folgt. Ein sehr schöner Streckenabschnitt.

Ich habe nach ca. 40 Kilometern Hann Münden mit Werrabrücke und Welfenschloß auf dem Blümer Werder kurz vor dem Zusammenfluss mit der Fuda erreicht.

Am Radlertreff, einem umgebauten Speisewagen, direkt an der alten Werratalbrücke will ich mich mit den Mitradlern aus Mittelhessen und Thüringen treffen. Nach und nach trudeln die Fahrtteilnehmer ein und wir sitzen in gemütlicher Runde beisammen.

25.06.2011

1.Etappe Hann Münden -Eschwege

In der Jugendherberge Hann-Münden haben wir übernachtet und machen uns nach einem ausgiebigen Frühstück frisch gestärkt auf den Weg, nicht ohne dem Weserstein einen kleinen Besuch abzustatten.

Nun endlich sind wir gemeinsam unterwegs, viel zu lange hat es gedauert wieder einmal gemeinsam zu radeln.

Leider ist die Kirschblüte schon vorüber als wir uns Witzenhausen nähern, dafür können wir noch ein paar reife Kirschen am Wegesrand ergattern.

In Witzenhausen haben wir uns nur auf kurz umgesehen.

Im schönen Fachwerkstädtchen Bad Sooden-Allendorf rasten wir während einer längeren Regenpause unter den schützenden Sonnenschirmen auf dem Marktplatz. Über 1000 Jahre wurde in Bad Sooden-Allendorf aus Sole Salz gewonnen. Heute gibt es noch ein Gradierwerk im angrenzenden Kurpark.

Schloß Rothestein sieht älter aus als es ist. 1891 wurde es in neogotischem Stil erbaut.

Nach 67 Kilometern erreichen wir unser Tagesziel Eschwege. Rasch beziehen wir unsere Unterkunft und machen uns ausgehfein, um in gemütlicher Runde noch ein paar Stunden zu verbringen.

26.06.2011

2.Etappe Eschwege- Eckhardshausen

Kaum sind wir unterwegs wartet schon der Schlagd, der historische Hafen und Umschlagpunkt der Weser-Werra-Schifffahrt, in Wanfried auf uns. Man fühlt sich hier fast wie in ein längst vergangenes Jahrhundert zurückversetzt. Auf dem am Schlagd liegenden Boot kann man sogar heiraten.

Da es noch recht früh ist und die Gaststätte geschlossen hat, schauen wir uns ein wenig um und setzen anschließend unsere Fahrt in Richtung Treffurt fort.

Treffurt mit Burg Normannstein, eine Romanische Burg deren Ursprünge im 9. Jahrhundert liegen, empfängt uns mit leichtem Regen.

Hier pendeln wir immer wieder zwischen Hessen und Thüringen hin und her.

Die Thomas Müntzer Kanzel bei Falken. Benannt nach dem Theologen, Reformer und Revolutionär. Hier soll ein Aufruf der Bauern am 13.02.1525 zu Widerstand gegen den Adel stattgefunden haben.

Auf einem Felsrücken entdecken wir die Creuzburg, Zweitburg der späteren heiligen Elisabeth. Auf der steinernen Werrabrücke finden gerade Feierlichkeiten statt und wir lassen uns zu Kaffee und Kuchen hinreisen.

Nur wenige Kilometer weiter erreichen wir Hörschel, hier beginnt der Rennsteig.

Die Rast war nötig. Nach dem ständigen Auf und Ab waren wir froh, uns hier für eine Pause niederlassen zu können.

Die Wartburg haben wir nur von der Ferne aus gesehen aber in Eisenach am Markt sind wir noch einmal eingekehrt,St.Georgen und die Nikolaikirche haben wir mit den Rädern einmal umrundet.

Dem Ziel nahe: Eckhardtshausen.

Wieder liegen mehr als 75 km hinter uns und das Ziel Eckhardtshausen ist schon auszumachen. Hier werden wir sehr gastlich empfangen und für das leibliche Wohl ist ebenfalls besten gesorgt. Die Stunden in geselliger Runde vergehen im Nu.

Trethenner der Werratalradler

Drei wunderschöne Radeltage, viele interessante Orte am Wegesrand, tolle Landschaften, Wissenswertes zum Grenzverlauf zwischen Hessen und Thüringen und leider zu wenig Zeit um all die Dinge in Ruhe anschauen zu können……

Sind Sie wieder mit dem Rad da?

war die, uns verblüffende Frage, bei unserem diesjährig Besuch des Konzertes der Berliner Philharmoniker auf der Waldbühne in Berlin.

Vor Beginn des Konzertes hatte wir noch die Gelegenheit ein wenig über das Konzertgelände zu flanieren. Bei einem Blick über die Zuschauerränge dachte ich mir, den Hinterkopf kennst du doch. Du spinnt war die entsprechende Antwort. Kurz gewunken und die besagte Person kam mit seiner Ehefrau auf uns zu um uns zu begrüßen.

Sind sie wieder mit dem Rad da? war nun die Frage , die mir von der Ehefrau gestellt wurde, diesmal leider nicht war die Antwort.

Kennengelernt hatten Wir uns vor Jahren in Mainz, und treffen uns nun in Berlin wieder. Welch sonderliche Zufälle es doch immer wieder gibt. Wir haben den herrlichen Konzertabend und das unerwartete Wiedersehen sehr genossen.

Botanik

Endlich habe ich wieder einmal die Gelegenheit eine Radrunde in die nähere Umgebung zu unternehmen. Da ich gern fern ab der viel befahrenen Straßen unterwegs bin sehen viele meiner Weg so oder so ähnlich aus

Ein Stück weit fahre ich entlang der Wohra über Rauschenberg in Richtung Kirchhain. Dort angekommen streife ich durch einige Straßen der Stadt. Das ein oder andere gibt es in den Hinterhöfen zu entdecken.

Teile der noch sehr gut erhalten Kirchhainer Stadtbefestigung. Der sogenannte Hexenturm ist der einzig verbliebene von ehemals 26 Wehrtürmen . Die Ursprünge der Befestigung liegen wohl vor 1370.

Nach einer kurzen Verschnaufpause mache ich mich wieder auf den Weg zu meinem heutigen Tagesziel.

Mein Weg führt mich nun über Bauerbach auf die Marburger Lahnberge, dort möchte ich dem Botanischen Garten einen Besuch abstatten.

Prächtige exotische Pflanzen die in den nach Kontinenten aufgeteilten Gewächshäusern zu sehen sind.

Der Botanische Garten hat zu jeder Jahreszeit seine ganz besonderen Reize. ich bin sehr gern und oft hier. Nach einer ausgiebigen Runde mache ich mich auf den Rückweg.

Bei den Betzeln

Eine kleine Schwalmrunde

Das Rathaus in Treysa,

Schick

Hexenturm und Totenkirche.

Von der Vierbogigen Schwalmbrücke aus dem Jahr 1701 ist leider nur noch das Relief, das sich in der Mitte der Brücke befand,erhalten geblieben.

Am großen Wallgraben der ehemaligen Wasserfestung, die zu den größten in Hessen gehört.

Paradeplatz mit der Stadtkirche.

Am Klauseborn bei Momberg mache ich eine kurze Rast bevor es über Mengsberg zurück nach Hause geht..